Mythen im Sport – dreimal ein Irrtum

Fitness Mythen halten sich häufig hartnäckig und finden immer mal wieder Verbreitung. Dabei sind die meisten schon längst als Irrtümer enttarnt. Helfen Sie mit, dieses falsche Wissen zu beseitigen und Training besser und effektiver zu gestalten.

  1. Mythos: Krafttraining und Ausdauer vertragen sich nicht gut

Diese Aussage ist nicht unbedingt falsch, jedoch verleitet sie viele Kraftsportler gänzlich auf Cardio Training zu verzichten. Generell stehen ambitioniertes Muskelaufbau Training und ein intensives Ausdauertraining genauso im Gegensatz wie auch alle anderen Trainingsziele zu einander. Es handelt sich hier meist um einen Kompromiss im Training, denn wer Perfektion und eine hohe Spezialisierung anstrebt, der muss woanders Abstriche machen. Wichtig ist allerdings, die richtigen Synergie Effekte zu finden. So kann eine hohe Muskelmasse beim Laufen stören, jedoch ist eine Basiskraft durchaus hilfreich. Die Ausdauerfähigkeit zum Beispiel verbessert den Kreislauf in seiner Effizienz und kann so die Regenerationszeiten verkürzen. Aus diesem Grund trainieren selbst Sprinter die Ausdauer. Leider herrscht noch immer die Meinung vor, dass Muskelaufbau und Ausdauer sich beißen. Gemeint ist hier vor allem, dass nach einem harten Hypertrophietraining ein Ausdauertraining den Stoffwechsel kippt und durch die Stresshormone der aufbauende Effekt des Trainings zunichte gemacht wird. Deswegen sollte man beides in separaten Einheiten trainieren.

  1. Mythos: Dehnen hilft gegen Muskelkater

Wir haben bereits mehrfach das Phänomen des Muskelkaters erklärt. Hierbei handelt es sich um kleine Risse in der Muskulatur welche sich nach wenigen Tagen entzünden und so den verzögerten Schmerz und die geringere Leistungsfähigkeit erklären. Nach etwa einer Woche sind die Risse wieder ausgeheilt und man kann mit dem Training fortfahren. Eine Dehnung der Muskeln kann weder vorbeugend helfen noch entstandene Schäden schneller beseitigen. Wenn Sie daran zweifeln, dann dehnen Sie doch einmal nur eine Körperseite nach dem Training. Das mag sich zwar kurzfristig gut anfühlen, da die Spannung verloren geht, aber so wird auch die Heilung verzögert. Am besten einfach pausieren. Durch eine Dehnung kann sogar Muskelkater ausgelöst oder verschlimmert werden. Gönnen Sie Ihrem Körper also genügend Zeit zur Erholung.

  1. Mythos: Sport ist Mord

Da diesen Spruch kennen Sie doch sicher. Dabei ist längst das Gegenteil bewiesen. Sportler leben nachweislich länger und haben auch im Alter eine höhere Lebensqualität. Nahezu alle Erkrankungen werden besser und schneller überstanden, wenn die Person einen höheren Fitnesszustand hat. Selbst Knochenbrüche oder andere traumatische Komplikationen verkraftet ein trainierter Körper besser. Und bis heute ist nicht überliefert, dass Churchill dieses Zitat auch wirklich gesagt hat. Auf eine Frage zu seiner guten Verfassung entgegnete er nur „No sport“. Dabei war er in seiner Jugend ein Weltklasse-Ruderer und hat sich so eine sehr gute Grundlage erarbeitet. Lassen Sie sich hier also nicht täuschen. Auch wenn es Ausnahmen geben mag, dass einige Personen auch ohne Sport ins hohe Alter kommen, so schaffen es die meisten nicht. Es ist ähnlich wie bei einem Lottogewinn – die Wahrscheinlichkeit reich zu werden ist da, auch wenn diese noch zu gering ist.

Welche Mythen und Irrtümer kennen Sie? Worüber möchten Sie mehr erfahren und welche Themen sollen wir künftig anreißen? Wir sind auf Ihre Zuschriften gespannt.

Ihre Sarah

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