Glukose Fruktose Sirup ist schlecht für die Gesundheit und leider in vielen Lebensmitteln

Wenn Sie ein kritischer Käufer sind und sich bei den Lebensmitteln informieren was wirklich drin ist, dann sind Sie sicher auch schon mal über Fruktose-Glukose-Sirup gestolpert. Diese Substanz ist in den letzten Jahren sehr in Verruf geraten, soll sie doch die Gesundheit negativ und nachhaltig beeinflussen. Grund genug sich diese Form des Zuckers einmal genauer anzusehen.

Zunächst einmal muss man klar festhalten, dass der Name Fruktose-Glukose-Sirup schon etwas irreführend ist. Das Süßungsmittel hat nämlich nichts mehr mit dem natürlichen Fruchtzucker gemein, welchen wir in Naturprodukten wie Obst und Gemüse finden. In der harten Wirklichkeit ist es ein chemisch gewonnenes, stark verarbeitetes Produkt aus Getreide, welches vor allem billiger ist als andere Süßstoffe wie zum Beispiel konventioneller Haushaltszucker. Hier wird der Verbraucher bewusst getäuscht. Weiterhin häufen sich die Nachweise, dass Fruktose-Glukose-Sirup verstärkt zur Fettleibigkeit führt, mehr noch als andere Varianten. Dabei ist erschreckend, wie verbreitet dieses industriell hergestellte Produkt mittlerwiele ist.

Fructose ist ein Kohlenhydrat und wie Glukose ein Einfachzuckern. Beide bestehen aus vielen einzelnen Zuckermolekülen und können vom Körper sehr schnell als Brennstoff aufgenommen und verstoffwechselt werden. Glukose ist der wichtigste Energielieferant in unserem Stoffwechsel denn jede Zelle zieht den Zucker den Fettsäuren vor. Fruktose muss erst umgewandelt werden, durchläuft aber einen ähnlichen Prozess. Eine Kombination aus beiden haben Sie im Schrank – Haushaltszucker ist nämlich nichts anderes als ein Mix aus Glukose und Fruktose, ein Zweifachzucker. Reine Fruktose ist nahezu doppelt so süß wie Glukose und findet daher in vielen Lebensmitteln Anwendung wie Fertigprodukte etc. Je nachdem welcher der Anteile überwiegt erfolgt auch die Namensgebung: Glukose-Fruktose-Sirup wenn der Glukose-Anteil höher als 50 % ist oder andersherum. Fruktose-Sirup kann den Geschmack positiv beeinflussen, schafft ein größeres Volumen bei Gebäck und intensiviert dessen Bräunung, reduziert schädliche Eiskristallbildung bei Tiefkühlkost und hat eine besonders gute Löslichkeit und kristallisiert zudem nicht. Die Herstellung ist zudem recht billig. Die negativen Auswirkungen aber bleiben beim Verbraucher.

Über den Dünndarm kann Glukose schnell ins Blut gelangen und wird durch das Hormon Insulin entweder in der Leber als Glykogen gespeichert oder in die Zellen transportiert. Während Glukose unverzichtbar ist für den Energiestoffwechsel der Zellen benötigen wir die Fruktose nicht. Daher wird diese Form des Zuckers relativ langsam resorbiert und kann sogar ohne Insulin verstoffwechselt werden. In natürlichen Portionen wie in Obst ist Fruktose kein Problem, kann aber in hohen Dosierungen den Dünndarm überlasten und gelangt so zum Teil auch in den Dickdarm. Der Bakterienflora ist aber ein solches Übermaß an Nährstoffen fremd und diese vermehrt sich drastisch, wodurch Gase und Säuren entstehen welche sich als Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall bemerkbar machen. Zudem kann sich die Dünndarmschleimhaut entzünden und so durchlässig werden für andere Stoffe, welche eigentlich ausgeschieden werden sollten. Allergien und Autoimmunerkrankungen können so begünstigt werden. Weiterhin kann Fruktose das gesamte Darmmilieu negativ beeinflussen. Schädlinge wie schlechte Bakterien und Pilze vermehren sich und schwächen so das Immunsystem. So entstehen verschiedene Krankheiten wie auch der Darmkrebs, denn die Krebszellen bevorzugen Fruktose. Wird dieser Zucker in der Leber abgebaut, so entstehen große Mengen an Harnsäure – ein Phänomen, welches bei keiner anderen Zuckerart entsteht. Nierensteine und Gicht werden so begünstigt. Harnsäure kann außerdem die Insulin-Residenz fördern, wodurch Diabetes entstehen kann. Vor allem die Leber wird durch die dann erfolgende Fetteinlagerung stark verändert (Fettleber). Weiterhin geht die Elastizität der Blutgefäße verloren und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose und Bluthochdruck treten vermehrt auf. Die Harnsäure muss über die Nieren abgeführt werden und kann auch hier zu Überlastungen und Schädigungen führen. Weiterhin wird das Vitamin-D in seiner Wirkung ausgebremst wodurch auch die Knochen indirekt Schaden nehmen können. Viele Studien konnten zudem nachweisen, dass über diese komplexen Prozesse Fruktose auch dick macht. Sie hemmt beispielsweise das Sättigungsgefühl und führt so mit einem gesteigerten Insulinspiegel zu einer gesteigerten Nahrungsaufnahme. Deswegen wird Fruktose auch nicht mehr Diabetikern empfohlen.

Am besten kehren Sie den angereicherten Produkten den Rücken und meiden Glukose-Fruktose-Sirup wann immer sie können. Die natürliche Form in Früchten und Gemüsen ist kein Problem für unseren Körper und dringend zu empfehlen, denn hier schaffen Sie eine hohe Dosierung nicht. Lediglich beim Konsum von Honig ist Vorsicht geboten – also nicht pur trinken! 😉

Ihre Sarah

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