Wurst und rotes Fleisch laut WHO krebserregend

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat gestern Wurstwaren als potentiell gesundheitsschädlich und krebserregend eingestuft. Nach Meinung von Experten sind der Verzehr von rotem Fleisch und die Verarbeitung nicht unbedingt zuträglich für unser Wohlbefinden. Beginnt jetzt ein Umdenken bei der Ernährung?

Kritische Esser wissen, dass unsere Lebensmittel nicht immer so gut für uns sind wie wir glauben. Vor allem die Verarbeitung der Produkte geschieht selten zum Wohl der Verbraucher. Gepökelt, geräuchert oder ähnlich behandeltes Fleisch ist nicht nur so produziert worden, um einen deftigen Geschmack zu liefern. Vielmehr soll so das Produkt haltbarer gemacht werden und dass Verbraucher auch den Geschmack mögen ist dabei sekundär. So geschieht es unter anderem auch bei anderen Lebensmitteln. Die Gesundheit rückt in den Hintergrund. Für Studien werden zudem Gelder benötigt welche meist aus der Industrie kommen – da verwundert es nicht, dass manche unbequeme Themen weniger Beachtung finden.

Nach Einschätzung der Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) sind Würstchen, Schinken und andere ähnlich verarbeitete Produkte krebserregend und können bei regelmäßigem Verzehr zu Darmkrebs führen. Diese Empfehlung teilt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Weiterhin urteilen die Experten der IARC das auch rotes Fleisch das Risiko für Krebserkrankungen des Verdauungsapparates steigert wie Muskelfleisch von Säugetieren wie Rindern, Schweinen, Pferden und Ziegen. Daher sollte der Konsum von ansprechenden Produkten heruntergeschraubt werden. Generell kann jede Form von Fleisch bedenkenlos gegessen werden, nur sollte man es mit dem Verzehr nicht übertreiben. Hierzulande empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine Dosis von einem halben Kilo pro Woche nicht zu überschreiten. Im deutschen Durchschnitt essen aber Männer mehr als 1Kg und Frauen 600g pro Woche.

Die Erkenntnisse beruhen auf einer Meta-Analyse von über 800 Studien und führten unter anderem zu statistisch interessanten Aussagen wie 50 Gramm pro Tag steigern das Krebsrisiko um 18 Prozent. Allerdings sind die Forschungsergebnisse noch recht neu und müssen mit Vorsicht genossen werden. Meiden Sie in jedem Fall einen hohen Grad industrieller Verarbeitung egal bei welchen Produkten. Gerade bei geräucherten und gepökelten Waren ist das Risiko ernst zu nehmen. Bei rotem Fleisch sollte man nicht nur um der Tiere Willen den eigenen Konsum prüfen. Zwar gibt es Länder die trotz hohem Fleischkonsum geringe Erkrankungen an Dickdarmkrebs aufweisen, aber um hier wie auch bei der genauen Art des Fleisches zu differenzieren ist die Stichprobengröße zu gering. Fleisch bleibt wichtige Quelle für Eisen und bestimmte Vitamine – ein völliger Verzicht ist daher auch nicht ratsam. Wie so oft macht die Dosis das Gift.

Ihre Sarah

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